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Dr. et MVDr. Alena Soukup und Sophie Burde

Equinox Healthcare

Eine immer bessere tiermedizinische Versorgung unserer Klein- und Großtiere führt nicht nur zu einer erfreulichen Steigerung des durchschnittlichen Lebensalters, sondern damit verbunden auch zu vermehrtem Auftreten degenerativer Erkrankungen. Osteoarthritis (OA), veraltet Arthrose genannt, zählt damit nicht nur beim Menschen zu den häufigsten Erkrankungen der westlichen Welt. Sie stellt auch bei unseren Haustieren eine regelmäßige Diagnose dar. In der Hundepopulation in England wird jährlich bei etwa 200.000 Tieren eine OA neu diagnostiziert.1 Bei Pferden liegt die Prävalenz bei Tieren im Alter über 15 Jahren bei etwa 50 %2, im Alter über 30 Jahren sogar bei 80 %-90 %.3 Osteoarthritis ist eine chronisch-degenerative Gelenkerkrankung, bei der unter Schmerzen und Funktionseinschränkungen, Knorpelgewebe abgebaut wird und neue Knochenzubildungen entstehen. Die Behandlung dieser komplexen Erkrankung stellt Tierärztinnen und Tierärzte oft vor eine Herausforderung.

Dr. Birthe Fritsche / Lisa Hofbauer

Pferdeklinik Mühlen

Alte Pferde werden immer öfter von ihren Besitzern liebevoll in Rente geschickt. Gemeint ist damit ein idyllisches Leben auf der Weide fernab jeglicher Verpflichtungen als Reitpferd, oder es kommt in einen Offen-oder Aktivstall, obwohl es teils jahrelang in der Einzelboxenhaltung als Sportpferd gehalten wurde. Wieder andere werden auch im hohen Alter locker gearbeitet und als Reitpferd genutzt. Die Variation von Haltung und auch Gesundheitszustand alter Pferde ist enorm, ebenso variabel ist das ideale Management alter Pferde. Viele Krankheitsbilder sind typisch für den geriatrischen Patienten und zeigen ein pathognomisches Bild. Dieser Artikel stellt eine grobe Übersicht der häufigsten Erkrankungen beim alten Pferd heraus.

Catharina Lücking

Tierärztin und Scientific Trainer Royal Canin

Es ist ein großes Glück und viel Verantwortung zugleich: Dank medizinischem Fortschritt und hoch entwickelter diätetischer Expertise werden unsere Haustiere immer älter. Gleichzeitig weisen unsere treuen vierbeinigen Wegbegleiter mit zunehmendem Alter jedoch häufig auch multiple Krankheitsgeschehen auf. In einer Umfrage (2013) unter Tierarztpraxen in Frankreich und England stellte ROYAL CANIN®fest: Rund ein Viertel aller Patienten leiden an mehr als einer Erkrankung. Zudem gesellen sich oftmals gesundheitliche Risikofaktoren hinzu. Schließlich zeigt sich oft, dass es nicht nur Vorteile hat, dass „Liebe durch den Magen geht“: Rund die Hälfte aller Haustiere sind, auch in Deutschland, übergewichtig.

Dr. Konstanze Baier-Heimstädt

Oberärztin der Ophthalmologischen Abteilung, Tierklinik Oberhaching

Neben den akuten, oft traumatisch bedingten Krankheitsfällen, die uns Augenspezialisten1 in der Sprechstunde vorgestellt werden, stellen die älteren Patienten einen weiteren bedeutenden Anteil des Patientenpools dar. Der Grund hierfür ist häufig der Eindruck der Besitzer, dass der Hund nach deren Aussagen nicht mehr gut sieht, dass sich die Augen farblich verändert haben oder die Tierhalter einen grauen Star als Ursache vermuten. Manche Befunde werden aber auch zufällig erhoben, wenn der Patient aufgrund eines ganz anderen Problems beim Haustierarzt vorstellig wird, wie beispielsweise das schon lange bestehende „Gerstenkorn“ am Lid. Dieser Artikel soll den in der Allgemeinpraxis tätigen Kollegen als Stütze bei der Untersuchung und Behandlung unserer älteren Patienten sowie bei der Beratung der Tierhalter dienen und beleuchtet daher einige ausgewählte Krankheitsbilder, die beim geriatrischen Patienten häufiger diagnostiziert werden.

Dr. Nina Meyerhoff

Tierärztliche Hochschule Hannover

Unsere Haustiere erfüllen zunehmend andere Aufgaben als früher – Hunde sind Sozialpartner und Familienmitglieder1 anstatt vornehmlich Helfer beim Hüten, Jagen oder Bewachen. Wir leben enger mit ihnen zusammen als je zuvor, teilen Alltag, Urlaubsreisen und eben auch das Altern. In Zeiten der Pandemie wird die Beziehung zwischen Menschen und Hund sogar noch enger. Gleichzeitig werden Hunde immer älter, sodass typische Erkrankungen des Alters, unter anderem neurodegenerative Erkrankungen, immer häufiger werden.

Vanessa Vergenz

Tierärztin, Kleintierpraxis Dr. Hesse, Staufenberg

Es ist Montagmorgen und im Wartezimmer sitzt ein älteres Ehepaar mit seinem 14-jährigen Dackel. Eigentlich haben sie nur einen Termin zum Impfen in unserer Praxis ausgemacht, so wie sie es eben jedes Jahr aufs Neue tun. Doch schon beim Betreten der Praxis fällt uns auf, dass der Dackel mit seinen Hinterbeinen schwerfällig durch die Tür kommt. Mit leicht getrübtem Blick sitzt er nun vor seinen Leuten und ab und an hört man ein Husten von ihm. Daraufhin angesprochen, ob denn die Tierärztin bei der Voruntersuchung zur Impfung näher auf diese Symptome eingehen sollte, schauen die Dackelbesitzer etwas verwirrt drein. Ihnen scheint gar nicht klar zu sein, dass ihr Tier überhaupt irgendein Problem haben könnte.

Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna,
Direktor des Instituts für Parasitologie und Tropen-veterinärmedizin der tierärztlichen Fakultät der FU Berlin

Dr. Freya Fuchs, Tiermedizinerin und wissenschaftliche Redakteurin bei der vetproduction GmbH

Die Enzephalitozoonose ist eine Erkrankung, die durch den Parasiten Encephalitozoon cuniculihervorgerufen wird.

Dr. Jutta Donhauser

Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Bingen

Diabetes mellitus wurde noch in den 80er-Jahren in erster Linie beim Hund diagnostiziert. Dort ist es die häufigste Stoffwechselerkrankung des älteren Hundes zwischen 8 und 12 Jahren. Mittlerweile ist es aber auch bei der alten Katze eine häufige Diagnose. Die Inzidenz bei beiden Tierarten wird weltweit auf bis zu 1 % angegeben, Tendenz steigend. Ursachen dafür finden sich in der längeren Lebenserwartung der Haustiere ebenso wie in der Kombination aus Überernährung und Bewegungsmangel.

Dr. med. vet. Maren Püschel

Kleintierklinik Wasbek

Herzerkrankungen beim Hund sind ein häufiges Thema in der Kleintier-praxis, sie betreffen 10 % der Patienten. Durch die Pathophysiologie sind die klinisch sichtbaren Auswirkungen einer Herzerkrankung oft erst im fortgeschrittenen Alter sichtbar.

Tierärztin Sophie Burde

Equinox-Healthcare GmbH


Mit der zunehmenden Lebenserwartung und der geänderten Rolle des Pferdes vom bloßen Nutztier zum Freizeitpartner stellen Tumorerkrankungen Besitzer als auch behandelnde Tierärzte zunehmend vor eine Herausforderung. Lang galten Neoplasien nur dann therapierbar, wenn sie chirurgisch resezierbar waren. Neben der Chemotherapie steht dem Tierarzt auch die Strahlentherapie, als dritte Säule der Tumortherapie, in Europas einzigartigem Strahlentherapiezentrum für Großtiere zur Verfügung.

Dr. Konstanze Baier-Heimstädt, Oberärztin der Ophthalmologischen Abteilung der Tierklinik Oberhaching

Das Verhältnis des Menschen zu seinem Haustier hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr gewandelt. Vom ursprünglich vornehmlichen „Gebrauch“ der Tiere als Nutztiere zur Ernährung des Menschen, Behütung dieser und zum Schutz gegen Schädlinge hat sich das Haustier zum Freund und vollen Familienmitglied entwickelt. Damit steigt bei Tierbesitzer*innen neben dem Wunsch, dem Tier im Krankheitsfall die bestmögliche Therapie zu ermöglichen, auch der Anspruch an uns Tierärzt*innen, in jeder Situation hierzu eine Lösung präsentieren zu können.

Andreas Ackenheil

Seit der Datenschutzgrundverordnung sind die Themen „Datenschutz“ und „Datensicherheit“ wieder in aller Munde. Allzu leicht sind persönliche Daten und Informationen über eine Person ermittelbar. Während sich früher Softwarespezialisten in Agentenmanier in Datenbanken „hacken“ mussten, um an die Informationen zu gelangen, ist heutzutage im Zeitalter von „Payback-Karten“ und sozialen Netzwerken wie „Facebook“ oder „Instagram“ die Datenermittlung „kinderleicht“.

Dr. Julia-Rebecca Llewellyn, Fachtierärztin für Innere Medizin der Kleintiere,
Oberärztin Innere Medizin der Tierklinik Ismaning

In der tierärztlichen Praxis begegnen uns regelmäßig Fälle mit Vergiftungen. Da die Aufnahme auf vielfältige Weise geschehen kann, vom versehentlichen Fallenlassen einer humanen Arznei, dem Fressen eines Giftköders oder durch Auftragen einer Hundearznei auf Katzen, ist nicht immer sofort klar, dass es sich bei den gezeigten Symptomen um eine Vergiftung handelt.

PD Dr. Heike Aupperle-Lellbach, Julia Dittes, Björn Wilcken, Dr. Karsten Stief , Dr. Ilka Emmerich

Bei der Honigbiene handelt es sich – v. a. auf Grund der Bestäubungsleistung – um das, aus ökonomischer Sicht, dritt- bzw. viert-wichtigste Haus- und Nutztier (je nach Quelle). Das Interesse der Tierärzteschaft an diesem besonderen Nutztier ging in den meisten europäischen Staaten nach dem zweiten Weltkrieg weitgehend verloren.

Dr. Birthe Fritsche / Lisa Hofbauer

Pferdeklinik Mühlen

Der Beginn des Frühjahres bedeutet für die meisten Pferdepraktiker den Startschuss der Deck- und Fohlensaison. Doch selbst bei komplikationslosem Geburtsablauf wird die Freude immer wieder von Sorgen um die Gesundheit der in den ersten Lebensphasen anfälligen Fohlen begleitet. Optimale Erstversorgung des Neonaten, die Einschätzung eines Risikos sowie schnelles Handeln bei meist lebensbedrohlichen Erkrankungen, die perinatal oder postnatal auftreten, sind entscheidende Faktoren bei der Betreuung.

Dr. Heike Reball

Tierärztliche Fachpraxis für Vögel und Exoten, Unterhaching

In unserer Vogel- und Exotenpraxis sind wir täglich im direkten engen Kontakt mit den verschiedensten Vogelspezies. Die Besitzerberatung umfasst einen wichtigen Teil unserer tierärztlichen Tätigkeit. Ob ein zoonotisches Gefährdungspotential von Vögeln ausgeht und welche einzelnen Erreger hierbei besonders von Bedeutung sein können, wird im Folgenden näher beleuchtet.