Wie diese spannende Reise begonnen hat, lesen Sie in der letzten Ausgabe der tierärztezeitung
Im ersten Teil dieser Kastrationsaktion ging es in die Stadt Taras (Südkasachstan). Das Tierheimgelände von Irina Keller und das Hundesport-Vereinsheim von Elena Martinova wurden mit routinierter Professionalität in Freiluft-OPs verwandelt. Wir durften miterleben, wie unter den gegebenen, kargen Bedingungen in wenigen Tagen 600 Tiere kastriert werden konnten.
Dieser kleine, aber mutige Tierschutzverein leistet Arbeit in Ländern, die weitab unserer medialen Wahrnehmung liegen. Der Name „Tierschutz-Entwicklungshilfe e. V.“ ist Programm. Seit 2018 finden trotz großer politischer Probleme Kastrationsaktionen und Projekte in Kaliningrad (Russland), Minsk (Belarus/ Weißrussland), Semei (Kasachstan) und Taschkent (Usbekistan) statt. Daneben sind die vorrangigsten Vereinsziele die Landesbevölkerung zu Tierschutzthemen zu informieren und per internationalem
Die Sicherung von Diagnose und Kontrollbefunden gehört zu den Kernaufgaben eines Arztes. Unterläuft ihm hierbei ein Fehler kann das in Einzelfällen erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Vierbeiner haben. Deshalb stellt sich die Frage: Wann unterläuft einem Arzt ein Fehler hinsichtlich einer Befunderhebung oder einer Diagnose, bzw. was kann als Privatperson unternommen werden, wenn ein solcher tierärztlicher Behandlungsfehler unterläuft?
Die Ernährung von Hunden und Katzen mit Futtermittelallergien ist ein häufiger Grund für Ernährungsberatung in der Kleintierpraxis: In der Beratung des Lehrstuhls für Tierernährung und Diätetik der LMU München ging es in 16,6 % der Fälle um Futtermittelunverträglichkeiten (Zorn et al. 2005). Diese äußern sich zumeist in dermatologischen oder gastrointestinalen Problemen oder einer Kombination aus beidem. Andere Manifestationen sind nicht ausgeschlossen, aber sehr selten.
Therapiekontrollen gehören zum Praxisalltag. Doch für welche Untersuchung ist die richtige für welche Erkrankung? Folgende Aufstellung soll einen Überblick über die Möglichkeiten zur Therapiekontrolle und -einstellung bei in der Kleintierpraxis häufig auftretenden Erkrankungen geben.
Prof. Dr. Dimitrios Fotiads, Prof. Dr. Philippe Plattet
Das hochansteckende Hundestaupevirus ist gefährlich für Hunde und wildlebende Tiere. Zudem ist es eng verwandt mit dem ebenso hochansteckenden Masernvirus. Forschende der Universität Bern und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften haben nun erstmals die Struktur des „Andock-Proteins“ des Hundestaupevirus bestimmt und auf molekularer Ebene abgebildet. Damit ist der Grundstein gelegt für die Entwicklung neuer Therapien für eine bessere Bekämpfung von Hundestaupe – und der Ansatz kann auch für die Bekämpfung von Masern genutzt werden.
Der Embryotransfer gehört mittlerweile im Bereich der equinen Reproduktionsmedizin zu einem festen Arbeitsfeld und ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Neben der normalen Besamung, nach der die tragende Stute in 336 Tagen das Fohlen selber austrägt, nehmen viele Züchter auch den Embryotransfer in Anspruch. Somit haben sie die Möglichkeit, von züchterisch wertvollen Stuten mehr als ein Fohlen pro Jahr zu bekommen. Ebenso können Stuten, die sehr erfolgreich im Sport laufen, gleichzeitig schon in der Zucht genutzt werden und aus Stuten, bei denen orthopädische Erkrankungen oder auch gynäkologische Probleme vorliegen, wie z. B. Aborte oder Resorption, können trotzdem Fohlen zum Erhalt der Nachzucht zur Welt kommen.
Sicherlich ist jedem Tierarzt bekannt, dass ab dem 1. Januar 2023 nur noch diejenigen Pferde am Turniergeschehen teilnehmen dürfen, die ordnungsgemäß gegen das Equine Herpesvirus sowie Influenza geimpft sind. Auf Grund der verheerenden Herpesausbrüche beim internationalen Turnier CES in Valencia sah sich die reiterliche Vereinigung FN gezwungen, ab 2023 diese Impfpflicht für Turnierpferde einzuführen.
Die Haut ist flächenbezogen das drittgrößte Organ des Körpers und zugleich das schwerste. Ihre überlebenswichtigen Hauptaufgaben sind Schutz, Temperatur- und Feuchtigkeitsregulation, Sinnesorgan und „Stimmungsanzeiger“ für die innere Befindlichkeit. Sie umhüllt den Körper wie ein elastischer, flexibler, reiss- und abriebfester Mantel mit vielfältigen Barrierefunktionen. Gegenüber der Außenwelt bildet sie einen effektiven Schutzwall gegen Erreger, Parasiten, Sonnenlicht und andere schädigende Einflüsse. Auf diese Weise sichert sie die körperliche Integrität bei Mensch und Tier. Als vielseitigstes Sinnesorgan dient sie der Übermittlung von Druck, Schmerz, Vibration und Temperatur. Schon im Bauch der Mutter beginnt die Haut des Ungeborenen mit der Verarbeitung von Außenreizen.
Bei Hunden und Katzen, die mit gastrointestinalen Symptomen in der Tierarztpraxis vorgestellt werden, ist ein Zusammenhang mit der Ernährung naheliegend: Die Fütterung solcher Patienten verdient also sowohl in der Anamnese als auch bei der Planung der therapeutischen Maßnahmen besondere Aufmerksamkeit. Doch Achtung: Eine pauschale diätetische Empfehlung für alle Magen-Darm-Patienten
Augenveränderungen gehören zu den alltäglichen Begegnungen eines Pferdepraktikers. Sei es aufgrund von Erkrankungen oder im Rahmen einer Ankaufsuntersuchung. Augenbefunde können ein- und auch mehrdeutig sein. Bei vielen Augenerkrankungen ist die Prognose bei entsprechender Therapie günstig, jedoch können weiterführende Untersuchungen und auch Überweisungen zu spezialisierten Kliniken in einigen Fällen schon in der frühen Erkrankungsphase eine elementare Rolle spielen, um den Visusverlust des Patienten zu verhindern. Dieser Artikel soll eine Übersicht für die Herangehensweise an Augenerkrankungen in der alltäglichen Pferdepraxis bieten.
Die Niereninsuffizienz von Hund und Katze ist in ein Alltagsproblem, welches uns in der tierärztlichen Praxis allzu oft frustriert. Die unterschiedlichsten Forschergruppen haben sich intensiv mit der Thematik beschäftigt und es stellt sich heraus, dass die Ursachen und Verläufe vielfältig sind – und damit auch die Therapieansätze. Bevor Halter und Tierärztin vor einem unlösbaren Problem stehen, ist es sinnvoll, sich mit Ursache und Wirkung zu befassen, um die Entstehung der CNI und deren Fortschreiten zu vermeiden. Dazu gibt es probate Mittel – auch aus den Naturheilverfahren und der integrativen Tiermedizin.
Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna, Direktor des Instituts für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin der tierärztlichen Fakultät der FU Berlin
Wenn ein Tier erkrankt, gebietet es das Tierschutzgesetz, es tiermedizinisch behandeln zu lassen. Man geht in die Tierarztpraxis / Tierklinik seines Vertrauens, dort wird das Tier untersucht, eine Diagnose gestellt und die Therapie und die weitere Vorgehensweise besprochen. Für den Patientenbesitzer ist zunächst nur wichtig, dass dem geliebten Tier schnell und sicher geholfen wird. „Bitte unternehmen Sie alles, damit meinem
Die Frage nach der „besten“ oder „korrekten“ Ernährung des eigenen Hundes ist ein emotionales Thema, das mit vielen Halbwahrheiten, persönlichen Vorlieben und Idealen verbunden ist. Sei es die Rohfütterung, das Selbstkochen, eine kategorische Ablehnung gegenüber konventionellem Futter oder eine rein pflanzliche Fütterung.
Immer mehr Hundebesitzer*innen informieren sich über die richtige Ernährung – von Anfang an. Besonders im Internet geistern zahlreiche Behauptungen und Mythen zum Thema herum, zur großen Verunsicherung gerade von frischgebackenen Hundeeltern. Umso wichtigerist es, Tierhalter*innen im Rahmen der ersten Ernährungsberatungen aufzuklären und wichtige Fragen verständlich zu beantworten. Folgenden Mythen begegnen.